Die Tickets für Reisen nach dem Bahn Fahrplan 2027 sind seit Mitte Oktober buchbar. Wer früh plant, prüft vorab, ob auf der Strecke gebaut wird.
Mit dem Fahrplanwechsel 2026 am 13. Dezember beginnt der Bahn-Fahrplan 2027, und die Fahrkarten dafür sind schon seit Mitte Oktober im Verkauf. Doch wer im neuen Jahr verreist, sollte nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf die Bauzeiträume.
Ein neuer Fahrplan ist selten eine Nachricht für alle, aber 2027 betrifft er viele: Wo gebaut wird, verlängern sich die Fahrzeiten, wo umgeleitet wird, entstehen Direktverbindungen, die es vorher nicht gab. Für Reisende heißt das, die Verbindung nicht mehr aus dem Gedächtnis zu buchen, sondern aus der Auskunft.
Fahrkarten für 2027 sind schon im Verkauf
Der Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn findet am 13. Dezember statt. Tickets für Reisen danach konnten nach Angaben der Bahn schon ab Mittwoch, dem 14. Oktober, gebucht werden, wie die Bahn mitteilt. Die Preise im Fernverkehr bleiben laut Bahn stabil. Bei den bundesweit größten, bereits durchgeplanten Baustellen sind die Veränderungen schon in der Fahrplanauskunft berücksichtigt.
Das ist die wichtigste Einzelheit für die Planung. Wer eine Reise für das Frühjahr vorbereitet, sieht in der Auskunft also nicht die Wunschzeiten, sondern die Fahrzeiten, die tatsächlich gelten werden.
Das Familienticket wird zum Dauerangebot
Im Sommer testete die Bahn ein Familienticket: Bis zu zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder können für 99,99 Euro hin und zurück fahren, Sitzplatzreservierungen inklusive. Das Angebot wird nun dauerhaft eingeführt. Es ist seit dem 26. Oktober buchbar, erster Reisetag ist der 1. November. Das geht aus derselben dpa-Meldung hervor.

Bei fünf Reisenden entspricht das knapp 20 Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt, bei vier Personen sind es knapp 25 Euro. Für Pendler im Fernverkehr gelten neue Konditionen.
Auf der Strecke nach Frankfurt dauert es länger
Zwischen Erfurt und Frankfurt wird 2027 gebaut. Die ICE-Züge brauchen auf dieser Verbindung dann länger. Auch in Riesa ändert sich etwas: Während der Bauzeiträume halten dort tagsüber wieder alle zwei Stunden ICE, außerhalb davon nur vereinzelt in Randzeiten.

Wer in Frankfurt umsteigt, sollte den Anschlusszug in diesen Monaten entsprechend später wählen. Eine knappe Umstiegszeit, die im Herbst gut funktioniert, kann im Februar schon zu eng sein.
Stendal verliert den ICE, die Schweiz gewinnt eine Direktverbindung
Wegen der Sanierung der Schnellfahrstrecke Berlin-Wolfsburg halten das ganze Jahr 2027 keine ICE in Stendal. Die Stadt bleibt laut Bahn über IC-Verbindungen an das Fernverkehrsnetz angeschlossen.
Dieselbe Sperrung hat einen Nebeneffekt. Die ICE-Linie Berlin-Schweiz fährt über Halle und Erfurt, sodass es aus beiden Städten das ganze Jahr zweistündlich direkt nach Zürich, Chur oder Interlaken geht. Auch Karlsruhe, Baden-Baden und Freiburg sind umsteigefrei erreichbar.
Wien und München rücken näher
Von Leipzig und Erfurt fährt die Bahn vom 19. Dezember an wieder zweimal täglich direkt nach Wien. Die beiden Verbindungen waren seit dem 7. Februar wegen der Sanierung der Strecke Nürnberg-Regensburg-Passau entfallen.
Neu ist außerdem eine ICE-Sprinter-Linie, die Hamburg und München dreimal täglich in jede Richtung verbindet und nur in Hannover und Nürnberg hält, wie die Bahn mitteilt.
Wer 2027 mit der Bahn reist, plant am besten mit dem Blick auf zwei Kalender: den der eigenen Termine und den der Baustellen. Wo beide sich nicht überschneiden, bleibt vom Fahrplanwechsel vor allem das Angenehme, ein Familienticket und ein paar Direktverbindungen mehr.
Quellen
- Deutsche Bahn über dpa, 2026: Fahrplan 2027: Baustellen bringen Verschiebungen im neuen Bahn-Fahrplan
- Deutsche Bahn über dpa, 2026: Fahrplanwechsel: Was sich für Bahn-Reisende aus Niedersachsen ändert
Fotos: Textnetz, Generiert mit KI













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